GFK Beispiele aus meinem Leben
In dieser Rubrik möchte ich mit euch persönliche Anekdoten zu den Schlüsselunterscheidungen der GFK teilen. Die sogenannten “Schlüsselunterscheidungen der GFK” sind Wegweiser, die uns helfen zu erkennen, wann wir uns im Bewusstsein und in der inneren Haltung der GFK befinden - und wann nicht.
Damit das Ganze greifbar wird, teile ich hier GFK Beispiele aus meinem Leben. Konkret, kurz und oft zum Schmunzeln (zumindest im Nachhinein). Viel Spaß beim Stöbern!
GFK Beispiele zu den 4 Schritten der GFK
GFK Beispiel zu Schritt 1: Beobachtung vs Bewertung
Beobachtung vs. Bewertung - die Schlüsselunterscheidung des ersten Schritts der GFK und immer wieder gut für lebensnahe GFK Beispiele.
Schritt 1: Beobachten. Ich beobachte und beschreibe einfach neutral, was passiert. Einfach? Mir fällt genau dieser Schritt oft schwer, vor allem dann, wenn ich in der Situation drinstecke. Wir Menschen haben ein Talent dafür, uns Geschichten über Situationen zu erzählen, und das dann für die Wahrheit zu halten.
Mein kleiner Lichtblick: inzwischen fällt es mir immerhin leichter, danach zu reflektieren, was eigentlich los war. Und die Sache dann mit Humor zu nehmen.
Kennt ihr solche GFK Beispiele aus eurem Alltag? Und fällt es euch leicht, euer Kopfkino zu erkennen, wenn ihr euch gerade eine fiktive Geschichte erzählt und bewertet, anstatt zu beobachten?
Schreibt’s mir gerne in die Kommentare - ich bin fest davon überzeugt, dass wir solche oder ähnliche GFK Beispiele alle kennen! Und wenn wir drüber reden - dann kann aus Scham ‘ne lustige Story werden.
GFK Beispiel zu Schritt 2: Gefühl vs Pseudo-Gefühl
Gefühl vs Pseudo-Gefühl - die Schlüsselunterscheidung des zweiten Schritts der GFK. Oft sagen wir umgangssprachlich, wie wir uns “fühlen” — beschreiben damit aber eher einen Gedanken, den wir haben, anstatt ein echtes Gefühl. Das kann zu Verwirrung führen. Klassische GFK Beispiele dafür sind:
✅ Ich bin glücklich, traurig, sauer. Das sind Gefühle.
❌ Ich fühle mich verraten, hintergangen und ausgenutzt - das tarnt sich als Gefühl, ist aber bei genauerem Hinsehen keins. Das sind Pseudo-Gefühle.
Warum lohnt es sich, die Unterscheidung zu treffen? “Echte Gefühle” können wir im Körper fühlen (und wenn wir das tun, dann ziehen sie schneller wieder vorbei.) Außerdem weisen sie uns auf (un)erfüllte Bedürfnisse hin. Dazu mehr im nächsten Video zu Schritt drei. Echte Gefühle sind also Wegweiser für das, was wir brauchen. Ein weiteres GFK Beispiel: Wenn wir uns traurig fühlen, könnte das darauf hinweisen, dass ein Bedürfnis nach Verbindung oder Zugehörigkeit unerfüllt ist.
”Pseudo-Gefühle” hingegen dienen meistens eher dazu, dass wir uns in selbstgewählt Geschichten noch weiter hineinsteigern. Ein GFK Beispiel hierzu könnte der Satz "Ich fühle mich ignoriert." sein. Stattdessen könnte man mit Übung und GFK lernen zu sagen: "Ich bin traurig, weil ich das Bedürfnis nach Anerkennung habe."
Übrigens: Pseudo-Gefühle sind in meinen Augen zutiefst menschlich. Ich habe nicht den Anspruch an mich, “Pseudo-Gefühle” aus meinem Wortschatz zu verbannen. Aber wenn ich den Unterschied zwischen Gefühlen und Pseudo-Gefühlen kenne, hilft es mir, Missverständnisse zu vermeiden und mir darüber bewusst zu sein, wovon ich eigentlich gerade spreche.
GFK Beispiel zu Schritt 3: Bedürfnis vs Strategie
Das nächste GFK Beispiel behandelt die Schlüsselunterscheidung Bedürfnis vs Strategie. Coming soon!