Gewaltfreie Kommunikation: Im Alltag unverzichtbar
Warum die Gewaltfreie Kommunikation im Alltag ein Glücksgriff ist
In meinen Augen ist die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) heutzutage relevanter denn je. Es gibt so viele Konflikte, Missverständnisse und emotionale Spannungen in der Welt - schön, dass wir mit der GFK ein Werkzeug an der Hand haben, das uns im Alltag unterstützt. In diesem Artikel werfen wir einen kurzen Blick auf die Entstehung der GFK und ich werde erläutern, warum die GFK im Alltag Gold wert ist.
Die Entstehung der Gewaltfreien Kommunikation
Die Gewaltfreie Kommunikation wurde von dem US-Amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelt. Er ist unter anderem Begründer des CNVC (Center for Nonviolent Communication) und hat in seinem Leben viel Friedensarbeit geleistet. Rosenberg wuchs in schwierigen Verhältnissen auf und war selbst mit viel Gewalt konfrontiert. Er stellt sich früh folgende Frage: “Wie schaffen es manche Menschen, unter schwierigen Bedingungen Kontakt zu ihrer einfühlsamen Natur zu behalten, während andere gewalttätig werden?”
In seinem Studium der Psychologie wollte er Antworten finden. Was er stattdessen fand, war eine wachsende Frustration, dass die herkömmlichen Mittel des Psychotherapie den Patient:innen nicht genug halfen. In seinen Sitzungen merkte er dann, dass seine ungeteilte Aufmerksamkeit und ehrliches Interesse an dem Menschen oft die beste Medizin für jedwede Symptomatik war. Die Sprache schien der Schlüssel zu sein.
In den 1960er Jahren begann Marshall darauf aufbauen die Grundlagen der GFK zu entwickeln. Er integrierte Ideen aus der Psychologie, Anthropologie und Sprachwissenschaft, um eine Methode zu kreieren, mit der Menschen empathisch zuhören, sich einfühlsam ausdrücken und Konflikte gewaltfrei lösen können.
Warum ist Gewaltfreie Kommunikation so wichtig im Alltag?
Bessere zwischenmenschliche Beziehungen: GFK fördert Empathie und Verständnis für die Bedürfnisse und Gefühle anderer. Das wiederum stärkt zwischenmenschliche Beziehungen, sei es in der Familie, unter Freunden oder am Arbeitsplatz.
Konfliktlösung: In Konfliktsituationen hilft die GFK dabei, Kommunikation auf eine respektvolle und konstruktive Weise zu führen und (körperliche) Gewalt, Schuldzuweisungen oder passiv-aggressives Verhalten zu vermeiden.
Selbstreflexion: Die Fähigkeit zur Selbstempathie, ein Kernprinzip der GFK, ermöglicht es, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse besser zu verstehen. Dies führt zu einem besseren Selbstbewusstsein und emotionaler Intelligenz.
Verbesserung der Arbeitsbeziehungen: Im beruflichen Umfeld kann die GFK die Zusammenarbeit und Kommunikation im Team verbessern, was zu einem positiven Arbeitsklima führen kann.
Friedlicherer Umgang mit Konflikten in der Gesellschaft: Die GFK fördert die Idee, Konflikte auf gewaltfreie Weise zu lösen, was zur Entstehung einer friedlicheren und verständnisvolleren Gesellschaft beitragen kann.
🎯 Fazit
Die Gewaltfreie Kommunikation ist weitaus mehr als eine Kommunikationsmethode. Sie ist eine Haltung und Lebensphilosophie, die zu einer tiefen Verbindung zu sich selbst und anderen Menschen führen kann. In einer Zeit, in der zwischenmenschliche Beziehungen im Zentrum allen Tuns stehen, ist die GFK eine Fähigkeit, die unverzichtbar wird. Texte, Bilder und bald auch Videos können von AI kreiert werden — eine authentische, empathische Verbindung von Mensch zu Mensch hingegen nicht. Und ich glaube, das wird auch noch eine Weile so bleiben.
PS: Wenn du dir nicht sicher bist, wo du mit deiner Reise in die Welt der GFK beginnen möchtest, kannst du mir gerne schreiben. Vielleicht kann ich dir mit Buchtipps, Podcast-Empfehlungen oder anstehenden Workshops weiterhelfen.